Sehenswürdigkeiten in Immenhausen

 

Die ev. Kirche „St. Georg“
Mitten in Immenhausen er­hebt sich die stattliche spät­gotische Hallenkirche “St. Georg“. Nachdem ihr Vorgän­gerbau schon 1385 nieder­gebrannt wurde, begann der Wiederaufbau 1409.

Bis auf kleinere bauliche Veränderungen und den 1851 erneuerten achteckigen Turm­aufsatz ist das Bauwerk des frühen 15. Jh. unverändert geblieben. Im Jahr 2004 ist die umfangreiche Sanierung des Kirchturmes abgeschlossen worden.

Die Immenhäuser Kirche ist für ihre kunsthistorisch wert­vollen Wandmalereien be­kannt, die um die Mitte des 15. Jh. entstanden sind. Sie wurden bei der Renovierung 1964/66 frei gelegt und von 1986-1990 gründlich konser­viert.

Zu den ältesten Ausstatt­ungsgegenständen zählen der Taufstein von 1497, das leicht veränderte Chorgestühl aus dem 17. Jh., die Trauerfahne des Johann Friedrich von Uffeln von 1747 und die Henschel-Glocke von 1849.

Die katholische Kirche „St. Clemens Maria“
1952 wurde die katholische Kirche „St. Clemens-Maria Hofbauer“ als Saalbau mit seitlichem Glockenturm er­richtet. Das rechtwinklig an­gebaute eingeschossige Ge­bäude war zunächst Pfarrhaus und ist heute Gemeindesaal.     
Der Glaskünstler Richard Süßmuth hat dem Namens­geber der Kirche eine Glas­malerei über dem Portal gewidmet und stiftete zur Weihe des Gotteshauses die neun farbenprächtigen Fenster mit überlebensgroßen Schutz­engeln. Das bemerkenswerte Rundfenster auf der Orgel­empore, das dem Pfingst­ereignis geweiht ist, schenkte Richard Süßmuth „seiner“ Kirche 1962.
Im Innenraum findet man mehrere  Wandgemälde, die  Prof. H. Heiduk aus Kassel geschaffen hat.

Die Erlebnisstation Hufeisenturm
Die Erlebnisstation Hufei­senturm ist seit Juni 2004 geöffnet und hat sich inzwi­schen zu einem interessanten Anziehungspunkt entwickelt. Reizvoll ist eine Begehung dieses rd. 700 Jahre alten Turmes der Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert, in dessen Keller ein mittelalterliches Verlies nach­gestellt ist. Vom Hufei­senturm aus, der nach seinen Namen nach der äußeren Form erhielt, genießt man den dem Blick auf die Stadt und ihre nähere Umgebung.  Im Inneren dieses Baudenk­mals aus dem 13. Jahrhundert informieren Tafeln über histo­rische Gebäude, die Stadtsa­nierung und die Stadtge­schichte.
Für Führungen steht Ihnen der Türmer der Stadt Immenhausen gern zur Verfügung. Herr Schopf ist unter der Telefonnummer 05673-2264 zu erreichen.

 

Das Glasmuseum Immenhausen
Das Glasmuseum in Immenhausen am Reinhardswald in der Nähe von Kassel ist eines der wenigen Spezialmuseen für Glas in Deutschland. Es wurde im Jahre 1987 durch die Stadt Immenhausen im umgebauten Generatorgebäude der ehmaligen Glashütte Süßmuth eröffnet.
Das Museum beschäftigt sich mit der nordhessisch-südniedersächsischen Glastradition in Mittelalter und früher Neuzeit. Außerdem wird die Geschichte der Immenhäuser Hütte und ihrer Vorgängerin im Kaufunger Wald, entstanden im Jahre 1809, behandelt.
Besondere Beachtung finden dabei die großen Unternehmer Hermann Lamprecht und der Namensgeber der letzten Hütte in Immenhausen, Richard Süßmuth, der als vertriebener Schlesier in die Stadt kam.
Weiter bedeutsam sind die Entwicklung des Gebrauchsglases seit 1890 und die moderne internationale Studiokunst.


 




Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Holzhausen

Die ev. Kirche „St. Johannis“

Die Gründung der Kirche „St. Johannis“ in Holzhausen reicht in die romanische Zeit zurück, urkundlich wurde sie aber erstmals 1428 erwähnt. Das kleine aber feine Gottes­haus ist Johannes dem Täufer geweiht und steht offenbar auf einem früheren Taufplatz.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrmals baulich verändert.

Zu den ältesten Bestand­teilen der Kirche zählen die nachreformatorischen Wand­malereien, die um 1560 ent­standen, und der säulenför­mige Taufstein aus dem 13. Jh. Den schlichten Altar schenkte Landesbischof Dr. Adolf Wüstemann 1948 der Kirche.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Mariendorf

Die ev. Saalkirche

Die Mariendorfer Kirche entstand mit dem Ausbau der ehemaligen französischen Co­lonie und ist der Kopfbau des 1686 in Kreuzform angelegten Ortes. Der 1701 begonnene und erst 1710 eingeweihte schlichte Saalbau war ur­sprünglich unverputzt, was heute noch an den  Werkstein­fassungen der Fenster und des Portals sichtbar ist.
1996 konnte die Kirche die restaurierten Wandmalereien der Öffentlichkeit präsen­tieren. Nun zeigt sich der Gottesdienstraum in einer Ge­staltung, die der ursprüng­lichen aus den Erbauungsjah­ren sehr nahe kommen dürfte.

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